NRW bringt Änderungen am Online-Casino-Gesetz auf den Weg
Willa Reed · Jul 27, 2026

NRW bringt Änderungen am Online-Casino-Gesetz auf den Weg

Nordrhein-Westfalen hat einen Gesetzentwurf zur Änderung des Online-Casino-Glücksspielgesetzes von 2022 vorgelegt, der das Glücksspielstaatsvertrag von 2021 umsetzt. Der Entwurf MMD18-18505 enthält Bestimmungen für Live-Streaming von Spielen mit Dealern aus physischen Casinos, die Autorisierung von Dienstleistern sowie Anpassungen bei Lizenz- und Beschaffungsverfahren.
Hintergrund des Gesetzentwurfs
Das bestehende Online-Casino-Glücksspielgesetz aus dem Jahr 2022 bildet die Grundlage für regulierte Angebote in NRW, und die neue Vorlage baut darauf auf. Sie integriert Vorgaben des überregionalen Vertrags und schafft klare Rahmenbedingungen für Anbieter. Der Landtag hat den Entwurf in der ersten Lesung im Mai 2026 behandelt.
Wichtige Neuerungen im Detail
Der Entwurf erlaubt Live-Übertragungen von Dealer-Spielen direkt aus stationären Casinos, wodurch Betreiber hybride Formate anbieten können. Zudem regelt er die Einbindung von Dienstleistern, die technische oder organisatorische Aufgaben übernehmen. Änderungen betreffen auch die Vergabe von Lizenzen und die Beschaffungsprozesse, die künftig effizienter gestaltet werden sollen.
Beobachter notieren, dass diese Punkte den Zugang für Anbieter erleichtern, während die Aufsicht durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder erhalten bleibt. Der Ausschuss hat am 10. Juli 2026 eine Empfehlung abgegeben, die den Weg für weitere Beratungen ebnet.
Zeitlicher Ablauf und nächste Schritte
Nach der ersten Lesung im Mai 2026 folgte die Ausschussberatung im Juli 2026. Bei erfolgreicher Verabschiedung ist eine Ausschreibung von bis zu fünf Online-Casino-Konzessionen vorgesehen. Diese soll kurz nach Inkrafttreten des Gesetzes starten und Interessenten die Möglichkeit geben, sich zu bewerben.

Der Entwurf liegt öffentlich vor und wird derzeit diskutiert. Experten verfolgen, wie die neuen Bestimmungen die Umsetzung des Staatsvertrags in NRW beeinflussen.
Auswirkungen auf den Markt
Die geplanten Regelungen betreffen Lizenznehmer, die künftig Live-Streams nutzen können, sowie Dienstleister, die in die Wertschöpfungskette eingebunden werden. Die Anpassungen bei Beschaffungsverfahren zielen darauf ab, Verfahren zu straffen. Daten aus vergleichbaren Verfahren in anderen Bundesländern zeigen, dass solche Änderungen die Zahl der lizenzierten Angebote beeinflussen können.
Der Prozess läuft parallel zu Entwicklungen auf Bundesebene, wobei NRW als eines der ersten Länder konkrete Schritte unternimmt. Die Ausschreibung nach Verabschiedung wird Interessenten aus dem In- und Ausland ansprechen.
Fazit
Der Gesetzentwurf in Nordrhein-Westfalen führt gezielte Anpassungen am Online-Casino-Glücksspielgesetz ein, die Live-Streaming, Dienstleister-Autorisierung und Lizenzverfahren betreffen. Mit der Empfehlung vom 10. Juli 2026 und der bevorstehenden Ausschreibung für bis zu fünf Konzessionen zeichnet sich ein klarer Zeitplan ab. Die Entwicklungen bleiben für Akteure im regulierten Markt relevant, da sie die praktische Umsetzung des Staatsvertrags in einem der größten Bundesländer konkretisieren.